Welcher Rasenmäher ist der richtige für meinen Garten?

Benzin-Rasenmäher

Benzin-Rasenmäher
Benzin-Rasenmäher © AL-KO

Was ist eigentlich ein Benzinrasenmäher?

Ein Benzinrasenmäher, im Volksmund auch "Benziner" genannt, zeichnet sich in erster Linie durch den eingebauten Verbrennungsmotor aus, welcher üblicherweise mit Benzin betrieben wird. Durch den benzinbetrieben Motor arbeitet ein Benzinrasenmäher völlig autark und bietet daher höchste Freiheit und Flexibilität beim Mähen.

Benzinrasenmäher als Zwei- und Vier-Takter

Angeboten werden die Modelle mit Zwei- oder Viertakt-Ottomotor und für die verschiedenen Einsatzgebiete mit unterschiedlichen Motorleistungen. Der Unterschied zwischen diesen beiden Antriebsformen besteht darin, dass der Zweitakter ein Gemisch aus Benzin und Öl zum Betrieb braucht, Viertakter hingegen das Motoröl als Schmiersubstanz und das Benzin getrennt als Treibstoff verwenden. Benzinmäher mit Vier-Takt-Motor besitzen aus diesem Grund manchmal auch einen Ölfilter und benötigt zum Betrieb entsprechendes Öl, welches bei der Anschaffung am besten gleich mitbestellt werden sollte. Neben bleifreiem Benzin sind die neueren Benzin-Rasenmäher auch E10-tauglich, so dass Sie selbst die Wahl haben, welchen Kraftstoff Sie tanken möchten.

Auch im Funktionsumfang unterscheiden sich die einzelnen Benzinrasenmäher-Modelle. So gibt es neben den einfachen Geräten, die lediglich mähen können, auch welche mit Fangkorb oder der beliebten Mulchfunktion. Beim Mulchen wird der Rasen sehr klein geschnitten und verbleibt anschließend als natürlicher Rasendünger auf der gemähten Fläche. Einige wenige Rasenmäher-Modelle bieten sogar eine integrierte Vertikutierfunktion, womit Sie in einem Arbeitsgang Ihren Rasen vertikutieren können.

Wenn Sie Ihren Rasen eher selten mähen, sind Sie gut mit einem kräftigen Benzinrasenmäher beraten, der über einen Seiten- oder rückseitigen Grasauswurf mit Fangkorb verfügt und für den auch hohes Gras kein Problem darstellt. Lesen Sie unseren Benzinrasenmäher Vergleich 2017, um weitere Informationen zu den einzelnen Geräten, deren Funktionsumfang und den aktuellen Preisen zu erfahren.

Aktuelle Benzinrasenmäher 2017


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Wann lohnt sich die Anschaffung eines Benzin Rasenmähers?

Benzinrasenmähermotor

In der Regel lohnt sich der Kauf eines Benzinrasenmähers erst bei etwas größeren Rasenflächen ab ca. 300 m². Ab dieser Größe kommen bspw. die Elektrorasenmäher an Ihre Grenze, was in erster Linie etwas mit der Länge des Kabels oder der Akku-Kapazität zu tun hat. Auch bei viel Baumbestand oder Bepflanzungen sind die Mäher mit Benzinmotor flexibler in der Handhabung, da sich der Benutzer nicht um ein hinterherzuziehendes Stromkabel kümmern muss. Darüber hinaus bieten die wenigsten Elektromäher einen Radantrieb, der sich bei größeren Gärten anbietet.

Je nach Höhe und Beschaffenheit des zu mähenden Rasens bieten Benzinrasenmäher auch einen sehr viel stärkeren Motor und meist auch einen größeren Grasfangkorb, da sie meist für größere Flächen gedacht sind. Bei sehr großen Grundstücken bietet sich evtl. auch die Anschaffung eines Rasentraktors an. Für sehr hohes Gras, beispielsweise auf Wiesen, wäre auch die Anschaffung eines Balkenmähers denkbar.

 

 

Welche Vorteile hat ein Benzinrasenmäher?

  • Starker Motor für hohes und dichtes Gras
  • Unabhängig – benötigt keine Stromquelle
  • Viele Modelle bieten Radantrieb
  • Flexibel in der Handhabung
  • Robuste Bauweise
  • Geräte mit vielen Funktionen erhältlich
  • Geeignet für große Rasenflächen

Nachteile eines Benzinmähers

  • Sehr lauter Motor
  • Abgase schädlich für die Umwelt
  • Benötigt mehr Pflege und Wartung
  • Gehörschutz empfehlenswert
 

Welche Ausführungen von Benzinmähern gibt es?

Benzinmäher mit Sichelmesser

Es gibt verschiedene Ausführungen. Die gängigsten Modelle sind Sichelmäher und Spindelmäher. Bei Sichelmähern rotieren horizontal angeordnete Messer auf einer senkrechten Welle und bei Spindelmähern an einer rotierenden Spindel mit waagrechter Achse quer zur Bewegungsrichtung des Mähers. Diese schneiden die Grashalme im Scherenprinzip gegen ein feststehendes Untermesser.

Sichel- und Spindelrasenmäher werden wegen ihrer breiten Schnittfläche, dem optionalen Selbstantrieb, durch den das oft anstrengende Schieben des Mähers entfällt, und der hohen Motorleistung vorrangig für größere Flächen eingesetzt.

Welche Hersteller bieten Benzin-Rasenmäher an?

Da Benzinrasenmäher bereits lange vor den Modellen mit Elektro- und Akkuantrieb auf dem Markt waren, bieten sehr viele Rasenmäher-Hersteller Geräte mit Benzinmotor an. Als die bekanntesten Marken sind vor allem AL-KO, Einhell, FUXTEC, HECHT, McCulloch, SABO und WOLF-Garten zu nennen.

Der wohl größte Hersteller von Rasenmähermotoren ist die Firma Briggs & Stratton. Nach Schätzungen des Unternehmens existieren allein in Deutschland circa fünf Millionen Rasenmäher mit Benzinantrieb. Auf dem Markt befinden sich ungefähr 800 unterschiedliche Mähermodelle, von denen ca. 300 auf normale Rasenmäher und ca. 200 auf Rasentraktoren von über 50 Herstellern fallen.

Lohnt sich ein selbstfahrender Rasenmäher mit Antrieb?

Da Benzin-Rasenmäher durch den großen Motor in der Regel recht schwer sind, lohnt sich die Anschaffung eines Modells mit Radantrieb vor allem bei unebenen, schrägen oder sehr großen Rasenflächen. Auch bei sehr hohem Gras bietet er erhebliche Vorteile. Das Schieben und Ziehen des Geräts kann dort auf Dauer sehr anstrengend und ermüdend werden. Hier unterstützt Sie der selbstfahrende Benzinrasenmäher bei der Mäharbeit. Der Radantrieb kann per Griff am Holm jederzeit bequem ein- und ausgeschaltet werden, so dass die Unterstützung nur stattfindet, wenn Sie sie wirklich benötigen.

Diese Komfortfunktion lassen sich die Rasenmäher-Hersteller selbstverständlich entsprechend bezahlen. Wer sich dennoch ein Modell mit Antrieb leisten möchte, steht vor der Frage, ob und wie viele Gänge der Radantrieb mitbringen soll. Einige Rasenmäher besitzen nur eine Geschwindigkeit, die meist um die 3 bis 3,5 km/h liegt. Bei Geräten mit mehreren Gängen kann die gewünschte Antriebsgeschwindigkeit zwischen ca. 3 und 4,5 km/h eingestellt werden.

Wartung und Pflege eines Benzinmähers

Rasenmäherwartung

Grundsätzlich ist es empfehlenswert, den Benzinrasenmäher nach der Arbeit von grobem Schmutz und Rasenrückständen zu reinigen. Nur so haben Sie lange Freude mit Ihrem Gerät. Dabei sollten Sie darauf achten, dass vor der Reinigung des Unterbodens der Zündkerzenstecker abgezogen ist, um ein versehentlichen Start zu vermeiden. Aber auch dann sollten Sie vorsichtig vorgehen und Handschuhe tragen, da das Messer sehr scharf ist.

Achten Sie auch darauf, dass die Lüftungsschlitze am Gehäuse und am Motor frei von Gras sind, um beim nächsten Einsatz die Luftzirkulation nicht zu beinträchtigen. Es empfiehlt sich weiterhin regelmäßige Wartungen an Zündkerze, Luft- und ggf. Ölfilter vorzunehmen, bei Bedarf einen Ölwechsel durchzuführen und natürlich auch das Messer nachzuschärfen. Lesen Sie hierzu auch unseren Ratgeber, wie Sie das Schneidmesser beim Rasenmäher schärfen. Sollten Sie sich diese Arbeiten nicht zutrauen, wenden Sie sich besser an eine professionelle Werkstatt in Ihrer Nähe.

Überwinterung eines Benzin Rasenmähers

Vor dem Winter sollten Sie eine Reihe von Vorkehrungen treffen, damit Ihr Benzin-Rasenmäher auch nach einem langen Winter im Frühling wie gewohnt anspringt und Sie unverzüglich mit dem ersten Mähvorgang beginnen können.

  • Reinigen Sie Ihren Benzinrasenmäher gründlich von oben und unten.
  • Überprüfen Sie die Zündkerzen und den Ölstand.
  • Ölen Sie alle beweglichen Teile am Gehäuse ein, um Korrosion zu vermeiden.
  • Schließen Sie den Benzinhahn und starten Sie den Mäher, bis er von alleine ausgeht. Dieser Vorgang entfernt den restlichen Kraftstoff aus dem Vergaser, so dass dieser im Winter nicht verharzen kann.
  • Bei Geräten mit Elektrostarter empfiehlt es sich, die Batterie abzuklemmen um ein Entladen zu vermeiden.

Benzinrasenmäher Test im Video

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